SONNENBERG
KLINIK
Fach- und
Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und
Immunologie
Hardtstraße 13
- 37242 Bad Sooden-Allendorf -
Telefon: 05652 54-1 - Telefax: 0 5652 54-9 90
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DICKDARMKREBS
Beim Dickdarmkrebs handelt es sich um
eine bösartige Schleimhautwucherung im Dickdarm.
Jährlich erkranken ungefähr 50.000
Menschen in Deutschland an Dickdarmkrebs, dabei sind Männer und Frauen in etwa
gleichermaßen betroffen. Das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, steigt ab
dem 50. Lebensjahr stetig an. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, an
Dickdarmkrebs zu erkranken, bei Bewegungsmangel, Alkohol- und Nikotinkonsum
und/oder wenn chronische, langjährige Darmerkrankungen vorliegen.
Wer nach einer operativen
Entfernung des
Dickdarmkrebs, einer Chemotherapie oder einer Bestrahlungstherapie noch
Zeit für die Wundheilung und die Regeneration i. S. e. sog.
„Anschlussheilbehandlung“ (= AHB) benötigt, ist in der Sonnenberg-Klinik in
Bad Sooden-Allendorf in besten Händen.
Aber auch wenn der Dickdarmkrebs
selbst oder die nachfolgende Therapie bleibende Schäden hinterlassen haben –
was je nach Lage des Krebs nicht immer vermeidbar ist -, sind wir in der Lage,
eine sog. „Rehabilitationsmaßnahme“ durchzuführen: Sie werden von
erfahrenen Therapeuten so geschult, dass durch den Schaden verloren gegangene Fähigkeiten
weitestgehend wiederhergestellt werden können. Wo das nicht möglich ist, kümmern
wir uns um Hilfsmittelversorgung und ggf. auch häusliche, pflegerische
Assistenz. Für Patienten mit einem sog. Stoma, einem künstlichen Darmausgang,
ist das besonders wichtig, denn sie müssen einerseits lernen, die notwendigen
Hilfsmittel selbständig zu handhaben und das Stoma zu pflegen und sich evtl.
mit der Irrigation vertraut zu machen. Andererseits müssen sie psychisch mit
diesem harschen, aber meist lebensrettenden Eingriff in die Natur fertig werden
und die sozialen und beruflichen Probleme meistern. Gerade bei bestehender
Partnerschaft muss auch der Lebensgefährte oder die Lebensgefährtin in
gemeinsamen Gesprächen in die Handhabung dieser Probleme einbezogen werden.
Operation oder Bestrahlung
waren bei dieser Form von Dickdarmkrebs nicht angezeigt, daher wurden Sie mit
einer Chemotherapie behandelt? Oder diese muss gar erst eingeleitet werden? Auch
diese Aufgabe gehört zu unseren täglichen Herausforderungen: Chemo-, Hormon-
und immunologische oder biologische Behandlungen werden bei uns durchgeführt.
Aber auf die organische
Behandlung sind wir keineswegs begrenzt: Wer an einem Dickdarmkrebs erkrankt ist, sich deshalb
womöglich sogar einer verstümmelnden Operation unterziehen musste, der ist natürlich
psychisch sehr in Mitleidenschaft gezogen, auch wenn es nicht – wie oben
dargestellt – zur Anlage eines künstlichen Darmausgangs gekommen ist.
Unsere Patientinnen und
Patienten wieder in ein seelisches Gleichgewicht zurückzuführen, mit dem sie
gut leben können, gehört zu unseren Kernkompetenzen. Eine psychologische
Betreuung gehört daher selbstverständlich zu unseren Leistungen.
Mit dem Abschluss der
unmittelbaren Dickdarmkrebs -Therapie ist es noch nicht getan: Es müssen
Verlaufskontrollen stattfinden und eine Nachsorge: Hat sich irgendwo eine
Metastase versteckt? Treten erneut unklare Symptome auf, die auf eine neuerliche
Dickdarmkrebs -Erkrankung hinweisen? Gibt es als Operationsfolge Ernährungsprobleme
durch eine reduzierte Verdauungsfähigkeit? Bleibt anhaltender Durchfall?
Die Probleme können vielfältig
sein. Unsere Türen stehen Ihnen daher noch Jahre nach der Behandlung offen. Auf
uns können Sie sich mit Ihren Sorgen uneingeschränkt verlassen.
Gibt
es Situationen, die einer Behandlung bei uns entgegenstehen?
Ja, die gibt es:
Notwendigkeit akuter chirurgischer Intervention, z. B. bei typischen Symptomen
einer Dickdarmkrebs -bedingten Enge im Verdauungstrakt. Hier besteht das lebensgefährliche
Risiko einer Darmlähmung. Eine laufende Strahlentherapie oder andere,
nicht-tumoröse Erkrankungen, deren Behandlung im Vordergrund steht.
Was
möchten wir bei Tumor - Patienten erreichen:
Ø
Förderung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und körperliche
und seelische Stabilisierung
Ø
Abbau von Störungen der natürlichen Verdauung und ggf. Schulung
von Ersatzfunktionen bei nicht
rückbildungsfähigen Störungen
Ø
Erlernen des Umgangs mit Hilfsmitteln, selbständige Versorgung
des künstlichen Darmausgangs, Erlernen der
Darmspülung
Ø
Förderung der Krankheitsbewältigung, emotionale Entlastung und
Stabilisierung, Verbesserung von Selbstwahrnehmung, Lernen mit sich und der
eigenen Situation leben zu können
Ø
Hilfestellung bei Neuorientierung und Förderung der Lebensqualität
(Behandlung von Stuhlinkontinenz, Umgang mit sexuellen Funktionsstörungen und
Vermittlung von Therapiemöglichkeiten)
Ø
Informationsvermittlung und medizinische Beratung (onkologisch,
biologisch und naturheilkundlich), Planung der weiteren Behandlung
Ø
Beratung und Therapie bei Krebs- und/oder therapiebedingten Ernährungsstörungen
Ø
Positive Beeinflussung des Ernährungsverhaltens im Sinne der
Gesundheitsförderung
Ø
Vorbereitung der beruflichen Wiedereingliederung und ggf.
Einleitung berufsfördernder Maßnahmen, Sozialberatung
Ø
Wiedereingliederung in den beruflichen und privaten Alltag
Wir
gehen mit einer ausführlichen Diagnostik auf Ihre Probleme ein:
Ø
Krankengeschichte und eingehende körperliche Untersuchung unter
Berücksichtigung bereits vorhandener Befunde
Ø
Statuserhebung
Ø
Analyse des Ernährungszustands ggf. mit Ernährungsprotokoll,
Erfassung möglicher Ernährungsstörungen, Gewichtsverlaufskontrolle,
bioelektrische Impedanzmessung (BIA)
Ø
Labordiagnostik
Ø
Falls für Behandlung oder Rehabilitation erforderlich Sonografie,
Endoskopie des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes
Ø
Ergänzend bei Bedarf EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG,
Echokardiografie, Lungenfunktionsdiagnostik, gynäkologische Untersuchung
Ø
Bei speziellen Rehabilitationsfragen: psychologische und
neuropsychologische Diagnostik
Ø
Im Klinikverbund CT, NMR, Nuklearmedizin, externe
Konsiliaruntersuchungen
Therapieprogramm:
Das Therapieprogramm ist bei
Patienten mit Dickdarmkrebs sehr heterogen und richtet
sich nach den funktionellen Störungen in Abhängigkeit vom Ausmaß der
vorangegangenen Therapie. Der Behandlungsplan wird nach den Ergebnissen der
Aufnahme- und Verlaufsuntersuchungen mit den Patientinnen und Patienten
abgestimmt. Dabei hat die enge Zusammenarbeit und Koordination im
therapeutischen Team eine besondere Bedeutung.
Ø
Ärztliche Beratung und Erstellung, ggf. Überprüfung und
Anpassung des Behandlungsplanes
Ø
Individuelle medizinische Therapie in Abstimmung mit Vor- und
Nachbehandlern, Kliniken, Haus- und Fachärzten
Ø
Bei Bedarf Fortführung oder Einleitung der internistischen Krebs -Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie) einschließlich der Behandlung
therapie- und krankheitsspezifischer Komplikationen, alle Formen der unterstützenden
Palliativtherapie wie spezielle Schmerztherapie, spezielle Ernährungstherapien
(enterale und parenterale Ernährung), Gabe von Blutprodukten.
Ø
Informationsvermittlung im persönlichen Gespräch, Informations-
und Gesundheitsprogramm in Vorträgen sowie Kursen über Fragen zur Krebs -Behandlung, begleitende naturheilkundliche Behandlungsverfahren, Ernährung,
Sozialfragen, begleitende psychotherapeutische Behandlung
Ø
Gezielte Ernährungsberatung durch Diätassistentinnen und Ökotrophologin,
ggf. individuelle Ernährungstherapie und Substitutionstherapie (bei Bedarf
Pankreasenzyme, Vitamine, Mineralstoffe, Insulin), ernährungsmedizinische
Verlaufskontrollen
Ø
Schmerztherapie (medikamentöse Therapie, TENS, Akupunktur,
Physiotherapie, Entspannungsverfahren und psychologische Therapie)
Ø
Stomaberatung und ggf. Therapie, Erlernen der Irrigation durch
Stomatherapeuten
Ø
Krankheits- und belastungsspezifische Krankengymnastik in der
Gruppe, ggf. Einzel-KG und Beckenbodengymnastik
Ø
Ergotherapie
Ø
Allgemeines Ausdauertraining, Ergometertraining, Sportgerätetraining
Ø
Gruppengymnastik zur Förderung der allgemeinen Beweglichkeit, Körperkontrolle,
Körperwahrnehmung und Haltungsschulung
Ø
Entspannungstraining (Muskelrelaxation nach Jacobson,
Meditationen)
Ø
Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
Ø
Hirnleistungstraining
Ø
Partner- und Angehörigengespräche
Ø
Kreative Therapieformen: Kunst- und Gestaltungstherapie,
Musiktherapie, Tanztherapie
Ø
Sozialberatung und Beratung zur beruflichen Reintegration
Ø
Klinikseelsorge
Verlaufskontrollen
und Dokumentation für den Hausarzt:
Ø
Physiotherapiespezifische Befundverläufe mit Ausgangs-, Verlaufs-
und Abschlussuntersuchung, Dokumentation und Empfehlungen zur häuslichen
Weiterbehandlung
Ø
Ergotherapeutische Verlaufsdokumentation
Ø
Verlaufskontrolle des Ernährungszustandes durch Ernährungsprotokolle,
Gewichtsverlaufskontrollen und bioelektrische Impedanzmessung, Verlaufskontrolle
Maldigestion und Malassimilation z. B. Steatorrhoe
Ø
Dokumentation der Stomaversorgung mit weiteren Empfehlungen durch
Stomatherapeut
Ø
Messung und Dokumentation der Leistungsfähigkeit bei
Ergometertraining (Watt)
Ø
Messung des muskulären Kraftzuwachses im Verlauf des Sportgerätetrainings
Ø
Dokumentation bei physiotherapeutischen Gruppen bei besonderen Anlässen
Ø
Ärztliche Verlaufskontrollen
Ø
Psychologische Verlaufsdokumentation mit Basisdokumentation,
Verlaufs- und Abschlußdokumentation
Ø
Neuropsychologische Diagnostik im Verlauf
Bei
Entlassung:
Ø
Empfehlungen zur ambulanten Weiterbehandlung, Diagnostik und
Substitutionstherapie in der Nachsorge
Ø
Sozialmedizinische Beurteilung
Ø
Empfehlungen zur weiteren Ernährung inklusive
Substitutionstherapie
Ø
Empfehlungen zur weiteren Stomaversorgung und Behandlung von
Stomakomplikationen
Ø
Anregung von ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen z. B. Diätberatung,
Krankengymnastik, Reha-Sportgruppen, ambulante Psychotherapie
Ø
Empfehlungen zur beruflichen Reintegration, berufsfördernde Maßnahmen
und ggf. Umschulung
Ø
Hinweis auf Selbsthilfegruppen und Krebsberatungsstellen
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Sonnenberg-Klinik

Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
Sagen Sie uns ruhig mal Ihre
Meinung!
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Aktualisiert:
Juni 2010
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